Vorgehensweise bei der Treibhausgasbilanzierung

Das Vorgehen der Treibhausgasbilanzierung gliedert sich gemäß des Greenhous Gas Protocols in drei verschiedene, sogenannte Scopes auf.

In Scope 1 werden alle Emissionen erfasst, die direkt und lokal gesehen vom Unternehmen ausgestoßen werden, wie zum Beispiel durch das Verbrennen von Erdgas zur Prozesswärmegewinnung.

Wird Nutz- oder Endenergie (zum Beispiel Fernwärme oder Strom) von Dritten bereitgestellt, werden die dadurch verursachten Treibhausgasemissionen in Scope 2 erfasst.

Scope 3 umfasst alle Emissionen, die sich aus dem Handeln einer Organisation ableiten, egal ob es sich um Dienstleistungen, erworbene Vorleistungen oder einer der Organisation nachgelagerten Prozesse handelt. Wenn also zum Beispiel bestimmte Rohstoffe von einem Unternehmen zugekauft werden, um die eigenen Produkte fertigen zu können, müssen die Treibhausgase, die durch den Abbau und den Transport der Rohstoffe entstehen, dem produzierenden Unternehmen zugerechnet werden.


Die folgende Abbildung gibt Ihnen einen Überblick über die drei Scopes und die bei der Treibhausgasbilanzierung zu berücksichtigenden Treibhausgase:

[Urheber: WRI/WBCSD Greenhouse Gas Protocol]



Auf Grundlage der Richtlinie der Europäischen Union (EU) vom 8.10.2014 [vgl. Rat für Nachhaltige Entwicklung] wird davon ausgegangen, dass diese Berichtsverpflichtungen zumindest für Teile der Treibhausgasemissionen ab 2016 alle Konzerne innerhalb der EU mit mehr als 500 Mitarbeitern betreffen werden.

Um dieser Berichtspflicht möglichst leicht nachzukommen, nutzen Sie das hier angebotene Tool, das in dem relationalen Datenbankmanagementsystem Access implementiert ist.